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Bedrohtes Gamswild im Alpenraum

Das Charakterwild der Alpen, das Gamswild, sieht sich einer zunehmenden Bedrohung durch vielfältige Ursachen ausgesetzt. Zu diesem Thema gab es in Bayern bereits mehrere Symposien. Seit 1990 sind die Gamsbestände in allen Alpenländern um ca. 30% zurückgegangen. Gleichzeitig wurden die Sozialstrukturen der Bestände durch falsche Bejagung zerstört.

Die falsche Bejagung wird intensiviert durch ideologisierte Jagdstrategien mit staatlich geforderten und überhöhten Abschussquoten, sowie durch Egoismen aus der Jägerschaft. Speziell in Bayern wird der teilweise radikale Gamsabschuss besonders in den Staatsrevieren nicht zuletzt mit dem im Bayerischen Waldgesetz verankerten Grundsatz „Wald vor Wild“ gerechtfertigt. Das Dogma „Wald vor Wild“ lässt die wahre Intention der staatlichen Bayerischen Jagdstrategie erkennen: Mammon vor Moral oder Ökonomie vor Ökologie!

Mit den vielfältigen Ursachen des Bestandrückgangs beim Gamswild beschäftigt sich in diesem Vortrag Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg. Unerschrocken legt er den Finger in die klaffende Wunde der beklagenswerten Gamswildbewirtschaftung, die, bei Beibehaltung der unhaltbaren Gepflogenheiten, zum unweigerlichen Niedergang und sogar bis zum Erlöschen des Gamswilds in den Bayerischen Alpen führen kann.

Garmisch-Partenkirchen, den 10. März 2018

HvS



Rehwildsymposium der Jagdagenda 21 e.V. vom 20.01.2018

Die folgenden vier Videos dokumentieren die Vorträge des Symposiums:

Immer nur schädlich? Rehwild und seine Wirkung auf die Walddynamik

Wer heute „Rehwild“ hört, denkt meist sofort an „Verbiss“ und „Waldschäden“. Aber stimmt denn dieser einfache Zusammenhang?

Kurz gesagt: Nein! In der folgenden Präsentation zeigt die erfahrene Wildtierbiologin, Dr. Christine Miller, welche Rolle Rehe im Ökosystem Wald einnehmen. Und was tatsächlich dran ist an den vielen angeblich so schlimmen Folgen für den Wald und die Forstwirtschaft, wenn man Natur in Form von Wildtieren zulässt.

Und nebenbei werden auch die aktuellen Schlagworte vom „Klimawald“ bis zum „Biodiversitätsverlust“ einem Fakten-Check unterzogen.

Rehwild in der Ideologiefalle

Zwischen dem ideologisch missbrauchten und wissenschaftlich höchst fragwürdigen Verbissgutachten Bayerns und dem Dogma „Wald vor Wild“ wird das Rehwild und alles übrige wiederkäuende Schalenwild im Freistaat Bayern zerrieben.

Das Verbissgutachten kommt in Bayern seit 1986 in kaum veränderter Form zur Anwendung. Eklatante Mängel in dessen Systematik und dessen statistischer Auswertung wurden immer wieder benannt und angeprangert, alle Vorschläge sie abzustellen aber stets ohne Begründung abgelehnt. Das Dogma „Wald vor Wild“, was gleichbedeutend ist mit Mammon vor Moral, steht seit 2005 im Bayerischen Waldgesetz.

Das ideologische Verbissgutachten zusammen mit dem Dogma „Wald vor Wild“ eignen sich bestens für eine wildfeindliche Jagdpolitik. Einzelheiten zum Thema und einen jagdgeschichtlichen Überblick erfahren Sie in diesem Video.

Dr. Holger v. Stetten

Der Rechtsstaat und seine Beziehung zum Eigentum aus jagdrechtlicher Sicht

Eigentum verpflichtet! Dies gilt auch für das Eigentum an Grund und Boden, mit dem das Jagdrecht untrennbar verknüpft ist.

Wie gut werden die Rechte des Grundeigentümers gegenüber den Ansprüchen anderer Naturnutzer geschützt? Welche Einschränkungen, die ausschließlich !! durch Gesetz erfolgen dürfen, müssen z.B. durch Vorgaben des Naturschutzes entschädigungslos hingenommen werden? Welche Rechte und Pflichten hat die Jagdgenossenschaft, die kraft Gesetzes Inhaber des Jagdausübungsrechtes wird und welche finanziellen Risiken ergeben sich für den Jagdgenossen als Jagdrechtsinhaber im Falle einer sog. Eigenbewirtschaftung des genossenschaftlichen Jagdbezirks?

Welche Aufgaben und Pflichten kommen den unteren Jagdbehörden als Teil der vollziehenden Gewalt in diesem Bereich zu? Diese und etliche weitere Aspekte zum Thema werden unter Benennung der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen von Frau Annemarie Schwintuchowski angesprochen.

Jagd und Tierschutz

Zur Jagd gehört unauflöslich der Tierschutz. Tierschutz und Jagd zusammen bedeuten Waidgerechtigkeit. Damit ist Waidgerechtigkeit ein höchst moderner Begriff und keinesfalls antiquiert, wie von den Jagdgegnern so gerne behauptet.

Tessy Lödermann zeigt in diesem Video die Wichtigkeit des Tierschutzes bei der Jagdausübung auf. Alle Tiere, auch die wildlebenden Tiere, sind Mitgeschöpfe und als solche zu betrachten. Sie ohne vernünftigen Grund zu töten, ist gesetzeswidrig und strafbar. Tiere ohne vorherige Betäubung zu töten ist nur während der Jagd erlaubt und auch nur dann, wenn unnötiges Leid vermieden wird.




Drückjagd – Lösung oder Teil des Problems

Drückjagden sind in Bayern seit 1987 auf alles Schalenwild erlaubt. Drunter leiden insbesondere die wiederkäuenden Schalenwildarten wie das Reh-, Gams- und Rotwild. Die anfänglichen zahlenmäßigen Jagderfolge kehrten sich schon bald in ihr Gegenteil. Nicht nur die Zahl der bei Drückjagden erlegten Tiere sank sehr deutlich, sondern auch die Sozialstruktur der bejagten Wildarten änderte sich dramatisch. Grund dafür ist die in der Systematik der Jagdart liegende unselektive Jagd. Damit wurde das angestrebte Ziel, eine Reduktion der Wildbestände zu erreichen, ad absurdum geführt.

Ganz im Gegenteil, das Wild wird in eine Pionierphase „geschossen“ und versucht, Verluste durch vermehrte Reproduktion auszugleichen. Nachweislich steigen bei erhöhtem Jagddruck überproportional Wildschäden in Wald und Flur an. Das führt wiederum zur Forderung noch höheren Abschusszahlen, die den Teufelskreis weiter verschärfen.

Die staatliche Seit in Bayern rechtfertigt das kontraproduktive Vorgehen mit einem unbrauchbaren und tendenziösen Verbissgutachten und dem im Waldgesetz seit 2005 verankerten Grundsatz „Wald Vor Wild“.

Frau Dr. Christine Miller zeigt in ihrem fundierten Vortrag die Fragwürdigkeit der Drückjagdpraxis sehr deutlich auf. Wenn überhaupt, dann lassen sich Drückjagden nur bei Schwarzwild noch einigermaßen rechtfertigen und auch nur dann, wenn sie absolut professionell und unter Einhaltung tierschutzrelevanter Aspekte durchgeführt werden.
Dr. Holger v. Stetten

Das Bayerische Verbissgutachten wird seit 1986 im Dreijahresrhythmus erstellt.

Von den Kreisgruppen Garmisch-Partenkirchen und Weilheim wurde 2016 der Wunsch geäußert, anlässlich der jeweiligen Hegeschauen einen Vortrag zum Verbissgutachten zu hören. Pflichthegeschauen sind Veranstaltungen der Unteren Jagdbehörde.

Da dem für diese beiden Landkreise zuständigen AELF (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten), damals noch vertreten durch den Leiter des AELF Herrn Schmorell, der sachlich kritische Inhalt des Vortrags in groben Zügen bereits bekannt war, wollte Herr Schmorell dieses Vorhaben der beiden Kreisgruppen auf jeden Fall verhindern.

Er konnte offensichtlich über die Landräte der beiden Landkreise erreichen, dass die Unteren Jagdbehörden die Vorträge bei den Pflichthegeschauen untersagten. Die beiden Kreisgruppen entschlossen sich daraufhin, unmittelbar anschließend an den offiziellen Teil der öffentlichen Hegeschauen einen vereinsinternen Teil folgen zu lassen. Bei vereinsinternen Veranstaltungen mangelt es den Unteren Jagdbehörden aber an Befugnis.

Auf diese Weise stand also den Vorträgen nichts mehr im Weg. In den Ausführungen zum Verbissgutachten geht es rein sachlich um die zahlreichen Fehler und Fallstricke bei Verbissaufnahme und Auswertung, die von staatlicher Seite zu beabsichtigten Fehldarstellungen der tatsächlichen Beschädigungssituation der Verjüngungspflanzen führen. Ziel ist es, einen möglichst hohen Abschuss beim wiederkäuenden Schalenwild mit nachweislich fehlerhaften Daten zu begründen, was seit 1986 auf diese Weise betrieben wird.

Wahrheiten lassen sich nicht durch Verbote verhindern. Daher habe ich mich entschlossen, den Vortrag aus Weilheim mit dem original gesprochenen Text vom 12.03.2016 ins Netz zu stellen. Sie können den Vortrag über nachfolgenden Link anschauen und anhören. Mit einem geeigneten Programm kann die Datei auch heruntergeladen werden.

Dr. Holger v. Stetten

„Der Kempter Wald – Lebensraum des letzten noch verbliebenen Rotwildvorkommens in den Allgäuer Voralpen“

war der Titel von Hans Donderers Vortrag beim Rotwildsymposium vom 28. November 2015. Seine Ausführungen sind als Videomitschnitt hier zu sehen.

„Gams am Abgrund? (K)ein Lebensraum für die Gams in Bayern?“

So lautete der Titel des Symposiums vom 5. April 2014, das der Tierschutzverein des Landkreises Garmisch-Partenkirchen e.V. und die Jagdagenda21 e.V. in Garmisch-Partenkirchen veranstalteten.

Fakten und Hintergründe zur Gamsbewirtschaftung erfahren Sie im Vortrag von Dr. Christine Miller mit dem Titel: „Gams oder Leben? Warum es in Bayern keinen Platz mehr für Gams gibt.“

Tessy Lödermann, Vorsitzende des Tierschutzvereins Garmisch-Partenkirchen und Vizepräsidentin des Bayerischen Tierschutzbundes, beleuchtet in ihrem Vortrag mit dem Titel „Gams im rechtsfreien Raum?“ die Situation des Gamswilds aus Sicht der Gesetzeslage und des Tierschutzes.

Demonstration gegen staatliche Jagdmethoden

Am 17. Januar 2012 demonstrierten die Jagdagenda21 e.V. mit Gleichgesinnten gegen die Tierschutz verachtenden Jagdmethoden im Staatsforst. Unter dem Motto „Tierquälerei durch Försterhand ist eine Schand’ fürs Bayernland“ konnte zumindest ein Problembewusstsein auch bei der nichtjagenden Bevölkerung geschaffen werden.

In der „Tegernseer Stimme“ entbrannte eine rege Diskussion, die Sie unter diesem Link nachlesen können.

Grandioser Fehlabschuss eines IIa-Hirsches im Staatsforst

Für mächtig Unruhe sorgte in den letzten Monaten die Erlegung eines IIa Hirsches durch einen Bediensteten des Forstbetriebes Oberammergau. Die örtliche Jägerschaft hatte den Geweihten auf den Namen ‚Willy‘ getauft. Der ungerade 22-Ender vom siebten Kopf wurde mit Sicherheit viel zu früh geschossen.

Die Jagdagenda21 demonstriert gegen den ÖJV und seine braune Hetze gegen die traditionelle Jagd

Und ewig sterben die Wälder

So sieht die Wirklichkeit mit dem Waldsterben aus.

Jäger in der Falle

Einseitiger kann man den Fersehzuschauer kaum desinformieren. Mit zahlreichen sachlich und fachlich falschen und auch polemischen Behauptungen wird wieder Stimmung gegen die traditionelle Jagd gemacht. Und wer tritt hier federführend wieder in Erscheinung? Wer sonst als der ÖJV, der längst die Medienhoheit an sich gerisssen hat! Weitere Informationen zur Sendung finden Sie auch hier.