Veranstaltungen

Rotwild-Symposium

Rotwild des Kempter Waldes im Wandel der Zeit

Veranstaltungsprogramm

Das Rotwildsymposium der Jagdagenda21 e.V. der Landesgruppe Bayern vom 28. November 2015 besuchten 150 interessierte Gäste. Während Wolf, Luchs und Bär, befeuert durch unzählige Medienkampagnen, in Teilen der Bevölkerung als hochwillkommen angesehen werden, sollen gleichzeitig angestammte Rotwildgebiete zunehmend beschnitten und die Wilddichte drastisch reduziert werden.

Wiederkäuendes Schalenwild, zu dem auch das Rotwild gehört, wird heute speziell im forstlichen Bereich meist als Schädling betrachtet und ebenso behandelt. Völlig zu Unrecht, wie wir meinen. Wald ohne Wild kann nicht das Ziel der Zukunft sein. Wald mit Wild gab es schon vor dem Erscheinen der Menschheit. Und schon damals funktionierte die symbiotische Koexistenz von Fauna und Flora höchst erfolgreich.

Beispielhaft am Kempter Wald will das Symposium aufzeigen, wie unsinnig ein weiteres Zurückdrängen unserer größten Wildart, des Rothirsches, ist. Es darf nicht sein, dass immer mehr Wildlebensräume dem reinen Kommerz geopfert werden.

Unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Reinhold Hofmann beleuchteten drei ausgewiesene Fachleute die Thematik aus verschiedenen Blickwinkeln:

  1. Hans Donderer

Passionierter Jäger und Biologielehrer i.R, sprach über den Kempter Wald und sein Rotwildvorkommen.

  1. Stefan Pfefferle

Revierjagdmeister, widmete sich dem Thema „Sichtbares Schalenwild“

  1. OVR Univ. Doz. Dr. Armin Deutz

Amtstierarzt und Vorsitzender der Sektion Wildtierkunde und Umweltforschung in Österreich, befasste sich mit der Bejagung des Rotwilds.

 

Das Grußwort von Prof. Dr. R. Hofmann können Sie über diesen Link nachlesen.

Der zusammenfassende Bericht der Veranstaltung kann als PDF-Datei hier angeklickt werden.

Hans Donderers Vortrag liegt als PDF-Datei und Videomitschnitt vor.

Stefan Pfefferles Ausführungen sehen Sie hier als PDF-Datei.

Die Betrachtungen von Dr. Armin Deutz sind in Kurzfassung als PDF-Datei hier hinterlegt.

Zum Thema Rotwild schrieb Wildmeister Dieter Bertram ein interessantes „Plädoyer für ein Wildtier“.

 


 

Gams am Abgrund?

Das Bayerische Fernsehen war am 05. April 2014 bei unserer Veranstaltung “ Gams am Abgrund?“ vor Ort und zeichnete große Teile des Symposiums auf. Am 10. April 2014 wurde der Bericht um 20:15 Uhr in der Sendung „Quer“ im Bayerischen Fernsehen gesendet. Es war spannend, welches Kondensat aus einer fast dreistündigen Veranstaltung auf diese Weise entstanden ist.

Überrascht hat es allerdings nicht, dass überwiegend Meinungen und wenige Fakten in der Sendung zur Sprache kamen. Es wurden nur kleinste Ausschnitte aus willkürlich geführten Interviews und kein einziger Satz aus den Fachvorträgen des Symposiums gesendet, das Ganze serviert mit den bekannt süffisanten Kommentaren von Christoph Süß.

Schade eigentlich! Zumal die Vorträge rein sachlich und wissenschaftlich fundiert waren. Leider scheint aber die Sendereihe QUER zu einer One-Süß-Man-Show degeneriert zu sein, was aber auch wieder nicht richtig ist, da Herr Süß regelmäßig mindestens einmal pro Auftritt in mehrfacher Ausfertigung gleichzeitig zu sehen ist, sozusagen als Multi-Süß-Man-Show. Der Digitaltechnik sei es gedankt, oder besser geklagt?

Vielleicht versteht man aber die Zusammenhänge der journalistischen Leistung des quer-Moderators deutlich besser, wenn man auf der offiziellen Website des Bayerischen Fernsehens nach ihm recherchiert. Dort heißt es wörtlich:

Zitat: „So beendete er das Studium und wurde Kabarettist. Allerdings musste er hier viele kluge Dinge für sehr wenig Geld sagen. Und da kam er in seiner Weisheit zu dem Schluss, dass es praktischer wäre, weniger kluge Dinge für sehr viel Geld zu sagen. Und so kam Christoph Süß zum Fernsehen. Zu quer. Da ist er noch immer, bekommt sagenhaft viel Geld und manchmal Fanpost. Das ist auch eine schöne Bestätigung.“ Zitatende

Mit Fug und Recht hätte man aber einen seriösen Kurzbericht erwarten können. Immerhin wurden vom Bayerischen Fernsehen mehrere – wie es schien – kompetente Leute nach Garmisch–Partenkirchen geschickt, die sogar wenige Tage später zusätzlich in verschiedenen Revieren mit privaten und staatlichen Jägern unterwegs waren.

Was letztendlich im „QUER-Beitrag“ gebracht wurde, ist sehr bezeichnend, wie gesagt – keine Fakten, nur verstümmelte Meinungen. Ausgenommen die Meinung (man könnte auch sagen Vorurteil) eines, wie er selbst von sich behauptet, Wildbiologen, der aber nach allgemeiner Kenntnis Forstwissenschaften studiert hat und nicht Biologie. Die Rede ist von Ulrich Wotschikowsky, der Experte für auffallend viele Brennpunkte ist.

Er hatte in QUER faktisch das Schlusswort und ließ verlautbaren, dass die vorgebrachten Argumente fachlich überhaupt nicht haltbar seien und die Veranstalter des Symposiums nur auf Streit gebürstet wären. Die Jagdagenda 21 wolle nur die Bayerischen Staatsforsten an die Wand stellen.

Wenn man nun aber weiß, dass der Experte Wotschikowsky das Symposium besucht hatte und auch während der ausführlichen Diskussion anwesend war, dann sei die höchst peinliche Frage erlaubt: Warum hat er sich nicht am offenen Meinungsaustausch beteiligt, wenn er schon der Meinung war, die vorgebrachten Argumente seien nicht zutreffend? Hatte er etwa Bedenken, den Referenten nicht Paroli bieten zu können? Oder hatte er einfach nicht das Rückgrat, sich offen hinzustellen und seine Meinung zu vertreten? Ist er etwa auf Diskussionsvermeidung gestriegelt?

Wie auch immer, im Fernsehen nachträglich Kritik anzubringen ist jedenfalls sehr bequem und direkte Gegenrede muss man auch nicht fürchten. Schließlich braucht man nur den richtigen Draht zu den Entscheidungsträgern der Medien.

Den QUER-Beitrag können Sie sich über diesen Link ansehen:

http://www.youtube.com/watch?v=FA9aRefLqbc

Anschließend sollten Sie sich aber unbedingt die Mühe Machen und die Fachvorträge als PDF-Zusammenfassungen auf sich wirken lassen. Klicken Sie einfach unten auf den Namen der Referentin / des Referenten und machen sich selbst ein Bild. Die Vorträge von Dr. Christine Miller und Tessy Lödermann können Sie Sich auch als Videomitschnitt ansehen, wenn Sie hier klicken.

Vortrag Dr. Flurin Filli

Gams aus eigenen Erfahrungen im Schweizerischen Nationalpark Graubünden

Vortrag Dr. Miriam Traube

Gamsjagd zwischen Tradition und Moderne – Gamsbewirtschaftung in Tirol

Vortrag Dr. Christine Miller

 Gams oder Leben? Warum es in Bayern keinen Platz mehr für Gams gibt.

Vortrag Tessy Lödermann

Gams im rechtsfreien Raum?

In der Fachzeitschrift PIRSCH erschien in der Nummer 9/2014 ein zusammenfassender Artikel zum Gamswild mit dem Titel „Schadwild Nr. 1“. Autorin ist Frau Dr. Christine Miller. Mit freundlicher Genehmigung der PIRSCH können Sie den Beitrag hier herunterladen.

oekosystemgerechte_jagd_icon

Zum Thema Gamsbejagung passt sehr gut eine Arbeit der Game Conservancy Deutschland e.V., die sich mit der ökosystemgerechten Jagd beschäftigt. Naturnutzer und Naturschützer sind gleichermaßen zur Erhaltung des Artenreichtums in unserer Biosphäre verpflichtet. Das gilt für Grundeigentümer, Jäger und den ganz normalen Bürger.

Die lesenswerte Veröffentlichung können Sie in ihrer Gesamtheit hier oder auch nur einen Auszug von Dr. Florian v. Schilcher hier downloaden.

 

 

 

Gams am Abgrund?

(K)ein Lebensraum für die Gams in Bayern?

Gams-Symposiumist der Titel des Gamssymposiums, das am Samstag, den 5. April 2014 um 18:00 Uhr in Garmisch-Partenkirchen stattfand.

Ort: Gasthof „Zum Schatten“, Sonnenbergstr. 10-12,  82467 Garmisch-Partenkirchen

Beginn: 18:00 Uhr

Die Schirmherrschaft übernahm I.K.H. Herzogin Helene in Bayern.

Veranstalter waren der Tierschutzverein des Landkreises Garmisch-Partenkirchen e.V. und die Jagdagenda21 e.V. Den Programmablauf und alle Einzelheiten finden Sie hier:

Gamssymposium Veranstaltungsablauf und Anfahrtsskizze

Angesichts des von Staats wegen stetig steigenden Abschussdrucks kamen über 300 Tierfreunde, Tierschützer und Jäger zur Veranstaltung. Es war höchste Zeit, um ein sichtbares Zeichen gegen die stetig steigenden Abschusszahlen vor allem in der Jugend- und mittleren Altersklasse insbesondere in den Staatsforsten zu setzen.

Univ.Professor i.R. Dr.med.vet. Reinhold R. Hofmann, em. Gründungsdirektor des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung Berlin, übersandte ein sehr lesenswertes Grußwort, das Sie als PDF-Datei hier anklicken können.

werdenfelser_erklaerung

Der Tierschutzverein des Landkreises Garmisch-Partenkirchen und die Jagdagenda21 e.V. formulierten zum Gams-Symposium die Werdenfelser Erklärung mit detaillierten Forderungen. Damit soll ein vernünftiges Miteinander von Wild, Wald und allen Naturnutzern begünstigt werden.

Bei gutem Willen von allen Seiten ist sicher ein angepasster Wildbestand ohne Vernichtungsfeldzüge möglich, der den Interessen von Grundbesitzern, Erholungssuchenden, Tierschützern  und Jagdpächtern entgegenkommt.

Den Wortlaut der Erklärung finden Sie hier. Wäre schön, wenn Sie sich inhaltlich damit identifizieren könnten und in die Unterschriftenliste eintragen.

werdenfelser_unterschriftenEine separate Unterschriftenliste können Sie hier aufrufen und herunterladen.